Für ein landesweites Semesterticket

Die Studierendenräte-Konferenz Sachsen-Anhalt (SRK St) spricht sich auf der Grundlage eines Beschlusses der Vollversammlung vom 06.06.18 für die Einführung eines landesweiten Semestertickets zur Nutzung des ÖPNV für Studierende aus. Auf der VV am 25.01.19 wurde dieser eingeschlagene Kurs weiter unterstützt. Wir stehen im engen Kontakt mit Partner*innen aus Politik und Wirtschaft, um dieses Ziel zu verwirklichen.

Dass wir nichts Unmögliches verlangen, unterstreichen Beispiele aus anderen Bundesländern. Wir sehen die Entwicklung zu einer umfangreichen regionalen Mobilität an viele Hochschulen in Länder wie z.B. NRW, Niedersachsen und Brandenburg als außerordentlich positiv. Sie sind uns ein Vorbild zur Umsetzung eines landesweiten Semestertickets in Sachsen-Anhalt. In erster Linie leistet dieser Service einen unglaublichen Mehrwert für den Aus- und Weiterbildungsstandort Sachsen-Anhalt. Dadurch würde die Hochschullandschaft enorm profitieren und seine Attraktivität steigern. Junge Menschen würden ins Land kommen, hier eine ausgezeichnete Ausbildung erfahren und sich gegebenenfalls in Sachsen-Anhalt ihre Zukunft aufbauen. In Zeiten, in denen nicht nur, aber vor allem Lehrer*innen und Medizinier*innen händeringend gesucht werden, ist dies ein wahres Faustpfand.

Darüber hinaus bietet das landesweite Semesterticket aber auch noch eine Fülle weiterer Vorteile. Zum einen würde es einen engeren Austausch der einzelnen Hochschulstandtorte untereinander geben; dies würde neue wissenschaftliche Horizonte eröffnen. Des Weiteren könnten Studierende das Kultur- und Freizeitprogramm außerhalb ihres Hochschulstandortes wahrnehmen und somit wesentlich stärker von Sachsen-Anhalts kultureller und natürlicher Vielfalt profitieren. Schon jetzt erfreut sich das sogenannte „Schülerferien-Ticket“ großer Begeisterung und Nutzung. Zugleich ist es eine weitere Möglichkeit des ökologischen und nachhaltigen Reisens.

Es gibt bei dieser Initiative nur Gewinner*innen; allen voran die Studierenden, aber auch die Verkehrsbetriebe, welche bei einem gleichbleibenden Angebot über potenzielle Neueinnahmen verfügen würden. Zu guter Letzt könnten sich die Universitäten über den Zulauf an Studienanfänger*innen freuen und somit profitiert am Ende auch das Land Sachsen-Anhalt als Ausbildungs-, Hochschul- und Perspektivstandort für junge Menschen. Das würde ganz neue Chancen eröffnen.